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Hahns Bildungssupermarkt ist ungenießbar

Dienstag, den 21. Oktober 2008 um 19:55 Uhr

Utl: Wissenschaftsminister Hahns neuester Geistesblitz will seine neoliberale und strukturell Frauen diskriminierende Bildungspolitik fortführen

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Die GRAS (Grüne & Alternative StudentInnen) lehnt das von Noch-Wissenschaftsminister Johannes Hahn gestern vorgestellte neue Studiengebührenmodell entschieden ab. Dieses sähe vor, dass StudentInnen die von ihnen "konsumierten" ECTS - Punkte im Ausmaß ihres "Wissenschaftskonsums" entgelten müssten. "' Einmal Bourdieu, einmal Butler und dann noch Foucault zum drüberstreuen - aber bitte kein Proseminar, sondern nur eine Vorlesung, sonst wird mir das zu teuer' - zugespitzt könnte so Hahns Bildungssupermarkt aussehen", empört sich Sigrid Maurer, Aktivistin der GRAS, über "Hahns Bildungssupermarkt"."Bildung ist keine Ware, nicht in Angebot und Nachfrage messbar, sondern ein wertvolles und öffentliches Gut!" 

 

"Außerdem hat diese Wiedereinführung der Studiengebühren einzig einen Sinn: Besser Gestellten und vorzüglich Männern ein Studium in einem Bildungssupermarkt zu ermöglichen", empört sich Maurer. Denn auch eine aktuelle Studie beweist, dass Studiengebühren besonders Frauen und Menschen aus bildungsfernen Schichten vom Studium ausschließen. "Hahn ist einzig ein neoliberaler Handlanger eines exklusiven BildungsbürgerInnentums und einer Vermarktwirtschafltichung der Wissenschaft; einmal mehr haben wir dies Schwarz auf Weiß", sagt Maurer. 

 

Die GRAS fordert nach wie vor einen offenen Hochschulzugang, dass die SPÖ für ihre wiederholten Wahlversprechen einsteht und bei Koalitionsverhandlungen nicht schon wieder den neoliberalen, wissenschaftsfeindlichen und kurzsichtigen Geistesblitzen der ÖVP nachgibt!  

   

Demo gegen Studiengebühren 07

Samstag, den 27. September 2008 um 00:31 Uhr

Da nun die Studiengebühren (für die meisten, NICHT allen) abgeschafft wurden, ein Blick in das Jahr 2007:
Eine Aktion der Salzburger GRAS gegen die Studiengebühren


Dank an Emanuel für seine Mühen!

   

Aufnahmeverfahren Psychologie

Samstag, den 06. September 2008 um 15:02 Uhr

Nachdem wir letztes Jahr einem Studierenden geholfen haben, gegen die Zugangsbeschränkungen in Psychologie zu berufen, und wir in diesem sehr aussichtsreichen Verfahren nun auf die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs warten, möchten wir auch heuer unsere angehenden KollegInnen dazu ermuntern, einen ablehnenden Bescheid nicht einfach hinzunehmen, sondern Einspruch zu erheben.

Kurz zur Vorgeschichte: 2005 wurden erstmals Zugangsbeschränkungen eingeführt – unter der Bedingung, dass gleich viele Personen wie zuvor studieren können. Im ersten Jahr wurde in Psychologie die Zahl der Zulassungen auf 298 (Durchschnitt der letzten 3 Jahre) beschränkt. In den Jahren darauf wurde diese Zahl jedoch auf 246 gekürzt, mit der rechtlich sehr vagen Argumentation, dass von den im Durchschnitt 298 InskribentInnen lediglich 246 "tatsächlich" studiert hätten. Wir haben das Rektorat damals leider erfolglos aufgefordert, diese – aus unserer Sicht rechtswidrige – Verordnung zu ändern.

   

Studiengebühren für ALLE abschaffen!

Freitag, den 29. August 2008 um 14:29 Uhr

GRAS: Studiengebühren für ALLE abschaffen!

Alles andere ist lächerlich und diskriminierend.


Wien (OTS) - Eine klare Absage erteilen die Grünen & Alternativen StudentInnen (GRAS) der diskriminierenden Idee des FPÖ-Parteiobmannes, die Studiengebühren nur für StaatsbürgerInnen Österreichs zu erlassen. Nachdem durch EU-Recht automatisch allen Studierenden des Europäischen Wirtschaftraums (EWR) die Studiengebühren ebenfalls erlassen werden müssten, nicht aber Studierenden von außerhalb des EWR, müssten diese weiterhin - wie bisher doppelte - Studiengebühren bezahlen. "Diese Unterteilung ist absolut sinnlos und nichts, außer Willkür und Rassismus", sagt GRAS-Aktivistin Regina Bösch empört.

Im Jahr 2006 studierten in Österreich rund 20 Prozent ohne österreichischer StaatsbürgerInnenschaft. Weit über die Hälfte dieser Personengruppe kam aus EU-Ländern. Nach den Zahlen von 2006 müssten demnach 15.844 Studierende aus nicht EWR-Staaten weiterhin Studiengebühren bezahlen - also 7,5 Prozent aller Studierender. "Es kann doch kein Problem sein, diesen 7,5 Prozent der Studierenden an Österreichs Unis ebenfalls die Studiengebühren zu erlassen", sagt Bösch. "Alles Andere wäre lächerlich und diskriminierend."

Die GRAS steht nach wie vor für eine Abschaffung der Studiengebühren - für ALLE Studierenden.
   

wirwollendasunigesetz.net

Dienstag, den 17. Juni 2008 um 20:00 Uhr

ug2008.png

Das, was am 13. Juni 2008 von Bundesminister Hahn als Plan zur UG-Reform veröffentlicht wurde, ist in Wirklichkeit ein weiterer großer Schritt in Richtung Ökonomisierung der österreichischen Universitätslandschaft.

Freigabe der Studiengebühren für Nicht-EWR-BürgerInnen, Zugangsbeschränkungen für Masterstudien incl. Eliteklausel sowie die völlige Entmachtung der zur Zeit noch leicht demokratisch strukturierten Senate sind die Eckpunkte, die uns Studierende in naher Zukunft wohl am härtesten treffen dürften.

Die Langzeitstrategie scheint klar, von der vollkommenen Umsetzung dieser sind wir nicht mehr weit entfernt:

  • Schlechte Bakkalaureate für alle, elitäre Masterstudien für jene, die MANN haben will und jene, die sie sich leisten können
  • Studiengebühren, deren Höhe sich am Marktwert des jeweiligen Studiums orientiert.
  • Universitäten mit Strukturen und Aufgabengebieten einer (Forschungs- und Ausbildungs-)Aktiengesellschaft.

Wer glaubt, es handelt sich hierbei um Schwarzmalerei einiger hoffnungsloser LinksextremistInnen, möge sich den Entwurf der Novelle selbst zu Gemüte führen.

Details gibt es auf www.wirwollendasunigesetz.net.

Wir fordern

  • Die sofortige Zurücknahme des Hahn-Vorschlags als Diskussionsgrundlage einer Universitätsreform. Weil dieser keinen Spielraum für erstrebenswerte Kompromisse beinhaltet.
  • Eine tatsächliche Reform des UG, die an jenen Stellen angreift, wo es schon bis heute versagt hat. Das kann nur durch einen massiven Richtungswechsel erreicht werden.

Konkret erwarten wir, dass ...

  • sich sämtliche Studierende gegen die geplanten "Reformen" stellen, unabhängig der sonstigen politischen Gesinnung (es muss sogar im Interesse von Befürwortern der ÖVP liegen, diese Novelle nicht zu wollen).
  • sämtliche StudierendenvertreterInnengruppen für die Sache zusammenarbeiten und Hackeleien für den nächsten Wahlkampf aufbehalten werden.
  • die Bundes-SPÖ standhaft bleibt und diesem Vorschlag auch nicht bei Zugeständnissen zustimmt.
  • wenn alle Strike reissen jede und jeder von EUCH auf die Barrikaden steigt, bis wir gewonnen haben!
  • auch andere politische Bewegungen (= Parteien) nicht vergessen, was vor den letzten Nationalratswahlen versprochen wurde und wer sie deshalb gewählt hat.

Unsere Eckpunkte einer UG-Reform

  • Abschaffung sämtlicher Zugangsbeschränkungen
  • Abschaffung der Studiengebühren
  • Stärkung der demokratischen Gremien (i.e. Senate) zur Kontrolle der Rektorate
  • Die ersatzlose Streichung oder mindestens die starke Einschränkung der willkürlich besetzten und überaus mächtigen Uniräte
  • Die sofortige ausreichende Finanzierung der Universitäten. Keine Zukunft ohne Bildung, keine Bildung ohne Kosten.

weiteres

"Unternehmen" Universität - Nicht mit uns!

 

   

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