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Die Uni ergrünt
Donnerstag, den 30. Juni 2011 um 14:33 Uhr
Am 10. Juni 2011 fand an der Naturwissenschaftlichen Fakultät die Auftaktveranstaltung zum Nachhaltigkeitsprojekt der Universität Salzburg PLUS GREEN CAMPUS bzw. ÖH GREEN CAMPUS statt. Als Festredner fungierten der Nachhaltigkeitskoordinator der Universität Thomas Weiger, Rektor Heinrich Schmidinger, Landesrat Sepp Eisl, Martin Gießner vom Umweltservice Salzburg und Sabine Helmberger als Vertreterin der ÖH Salzburg. Im Publikum saßen viele Mitglieder des GREEN TEAMs, das sich aus welches aus VertreterInnen der einzelnen Fachbereiche und Abteilungen der Universität zusammensetzt und garantieren soll, dass die Ideen an alle Angehörigen der Universität weitergetragen werden. Passenderweise gestaltete sich das Bild der Auftaktsveranstaltung vorwiegend grün – dank passender PLUS GREEN CAMPUS T-Shirts.
Alle waren sich einig – das Projekt GREEN CAMPUS stellt einen äußerst wichtigen Schritt für eine nachhaltige Zukunft der Universität dar, die somit auch eine Vorbildrolle in der österreichischen Gesellschaft übernimmt. Doch der Weg zu einer grünen Universität ist kein leichter – obwohl man einige Maßnahmen einigermaßen rasch umsetzen kann – so zum Beispiel Mülltrennung oder die Verbesserung der Energieeffizienz, wird es in anderen Bereichen aufgrund der komplexen Struktur der Universität behäbiger sein, Nachhaltigkeit durchzusetzen. Deshalb versprach der Rektor das Projekt PLUS GREEN CAMPUS in den kommenden Entwicklungsplan aufzunehmen. Er hielt mehrmals fest, dass es ihm ein persönliches Anliegen sei, die Universität nachhaltig zu gestalten, schließlich sei man verpflichtet ethisch zu handeln. Auch Landesrat Sepp Eisl versicherte die volle Unterstützung seitens der Salzburger Landesregierung für PLUS GREEN CAMPUS. Zudem erwähnte er das Vorhaben, dass das Land Salzburg bis zum Jahr 2050 seine Energieversorgung zu 100 % aus nachhaltiger Stromerzeugung beziehen werde (aktuell lediglich 40 %). Martin Gießner vom Umweltservice Salzburg übergab dem Rektor die Energie- und Müllanalyse, die in den letzten Monaten an der Naturwissenschaftlichen Fakultät durchgeführt wurde und attestierte der Universität ein enormes Einsparungspotenzial, besonders im Bereich Betriebskosten. Hierzu müsse man aber das Verhalten der BenützerInnen ändern, indem Nachhaltigkeit stärker ins Bewusstsein gerückt wird.
Auch die Studierenden waren vertreten, schließlich ging das Projekt ursprünglich alleinig von ihnen aus. Im Sommersemester 2010 initiierten Studierende das Projekt Uni:Nachhaltig, um alle Angehörigen der Universität für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Die Idee gefiel dem Rektor so gut, dass er noch im selben Jahr Thomas Weiger zum Nachhaltigkeitskoordinator der Universität bestellte. Man entwickelte zusammen – Studierende und Universität – eine 40seitigen Maßnahmenkatalog, welcher nun in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll. Ebenso beschloss man, das Projekt künftig unter der Dachmarke "GREEN CAMPUS" zu führen, um das gemeinsame, nachhaltige Handeln der Studierenden UND UniversitätsmitarbeiterInnen zu bekräftigen. PLUS GREEN CAMPUS steht somit für die Paris Lodron Universität Salzburg, ÖH GREEN CAMPUS für die Aktivitäten seitens der ÖH Salzburg.
Zum Ende der Veranstaltung wurde neben Bio-Säften auch das ÖH-Weckerl verkostet, welches ab sofort in allen Mensen Salzburgs erhältlich ist. Es besteht aus biologischen, nachhaltigen und vegetarischen Produkten – die Kräuter für das Weckerl werden sogar im Botanischen Garten der NAWI angepflanzt und geerntet. Mit der Mensa-Card ist das ÖH Weckerl zum Preis von € 1,60 erhältlich.

Menschenrechtsverletzungen... direkt vor unserer Nase
Mittwoch, den 29. Juni 2011 um 14:36 Uhr
Folter in Guantanamo Bay, Todesstrafen in China, Demonstrationsverbote in Syrien. Menschenrechtsverletzungen geschehen in anderen Ländern - und direkt vor unserer Haustüre.
Europa - Land der Menschenrechte, Österreich - Insel der Seligen. Während BesitzerInnen österreichischer Pässe ungestört ihr Leben führen (solange sie nicht arm oder politisch aktiv sind), droht anderen Menschen die Zerstörung ihrer Existenz. Und das nicht manchmal und in Ausnahmefällen.
Anfang Mai konnte die Abschiebung von W. gerade noch verhindert werden. W.'s Vater wurde in Ghana ermordet. Aus Angst um sein Leben floh W. nach Europa und lebte seit 3 Jahren in Salzburg. Nun sollte er wieder dorthin zurück geschickt werden. Sein Leben ist in den Augen der Behörden wenig wert. Nur durch seinen engagierten FreundInnenkreis konnte die Schubhaft verhindert werden. Seine Abschiebung ist aber nur aufgeschoben, nicht aufgehoben.
Ende Mai in Salzburg: Ein Mazedonier wurde nach 8 Jahren in Österreich abgeschoben. In dieser Zeit heiratete er, bekam ein Kind und fand Arbeit. Grund für seine Abschiebung: Ein Diebstahl vor 6 Jahren, der aufgrund seiner Nichtigkeit nicht einmal rechtlich geahndet wurde.
Von diesen Fällen wissen wir nur, weil sie besonders absurd und unglaublich sind. Oder weil die Betroffenen ausnahmsweise einen großen FreundInnenkreis besitzen. All jene, die in Schubhaft sitzen, keinen Kontakt nach draußen haben – all diese werden ohne Medienberichte abgeschoben. Ohne Rücksicht auf deren Leib und Leben.
Wer sich gegen diese ständigen Menschenrechtsverletzungen einsetzen will, dessen Ziel muss sein: Abschiebungen stoppen – sofort!

GRAS-Salzburg an Fekter: Her mit dem Schotter, Mitzi!
Mittwoch, den 25. Mai 2011 um 09:18 Uhr
Durch die gänzliche Streichung der Generalsanierungsförderung verteuern sich Heimplätze um bis zu 60EUR pro Monat. 17,1% der Salzburger Studierenden sind davon betroffen!
Im Rahmen der Loipersdorfer Regierungsklausur wurde nicht nur die drastische Kürzung der Familienbeihilfe sondern auch klammheimlich die gänzliche Streichung der Generalsanierungsförderung für Studierendenheime beschlossen. ,,Die HeimträgerInnen sind nun gezwungen diese Kosten an die Studierenden abzuwälzen. Pro Heimplatz muss ab kommenden Jahr um rund 60 Euro monatlich mehr gezahlt werden!" warnt Tatjana Markl Vorsitzende der ÖH-Salzburg von den Grünen & Alternativen StudentInnen (GRAS). ,,Die GRAS hat daher alle Betroffenen - 17,1% der Salzburger Studierenden - zu einer Kundgebung aufgerufen. Die Bundesregierung muss diese Kürzung sofort rückgängig machen und Finanzministerin Fekter endlich ausreichend Geld für Unis, Heime und Studierende zur Verfügung stellen!" fordert Markl weiter.
Georg Leitinger, Geschäftsführer des Salzburger Studentenwerks, erklärte den kolportierten Betrag bei einer Informationsveranstaltung der ÖH-Salzburg folgendermaßen: Pro Heimplatz werden 11.000EUR für eine Generalsanierung in 20 Jahren veranschlagt, bei einer durchschnittlichen Belagszeit von zehn Monaten im Jahr ergeben sich inklusive Steuern Kosten von rund 60EUR pro Monat. Diese werden nun nicht mehr vom Ministerium abgegolten sondern müssen an die Studierenden übergewälzt werden.
,,Gerade sozial schwache Studierende erhalten nach der Kürzung der Familienbeihilfe dadurch den nächsten Schlag von der Bundesregierung" ärgert sich Simon Hofbauer, Aktivist der GRAS. Die ständige Ausrede auf knappe Budgets lässt die GRAS nicht gelten. ,,Geld ist in Österreich genug vorhanden, es wandert nur immer stärker in die Taschen der Wohlhabenden, die Budgetkonsolidierung dagegen wird am Rücken sozial Schwacher, wie eben den Studierenden ausgetragen" so Hofbauer weiter. ,,Damit muss endlich Schluss sein, wir fordern von Maria Fekter Her mit dem Schotter, Mitzi!", schließt Hofbauer.
Gegen Benachteiligung von Frauen, für den Feminismus
Donnerstag, den 19. Mai 2011 um 16:26 Uhr
Frauen werde in unserer Gesellschaft benachteiligt. Im Beruf mit Löhnen, die durchschnittlich drei Viertel der Löhne von Männern betragen. Jede vierte Frau ist in ihrem Leben von sexueller Gewalt betroffen. Der Frauenanteil in der Politik und in den Führungsetagen von Unternehmen ist verschwindend gering.
Diese Zustände sind kein Zufall. Sie sind die Folge von Sexismus und Unterdrückung seit hunderten von Jahren. Auch wenn sich in den letzten 100 Jahren viel getan hat: Gleichberechtigung ist noch lange nicht erreicht!
Gegen diese Ungerechtigkeit stellen wir das Konzept des Feminismus. Feminismus kämpft nicht nur gegen die Benachteiligung von Frauen an. Feminismus stellt sich auch gegen Rollenklischees bei Mann und Frau und gegen die Zwangseinordnung von Menschen in diese Geschlechterrollen.
Für die GRAS ist das universitäre Umfeld von Interesse. Auch hier gibt es strukturelle Benachteiligung von Frauen: Während noch über 50% der Studierenden weiblich sind, sind es unter den AssistentInnen nur mehr 44% und unter den ProfessorInnen finden sich gar nur mehr 16% Frauen. Bei den 21 RektorInnen sieht es nicht besser aus: Unter ihnen lassen sich gerade mal 4 Frauen finden.
Diese Benachteiligung im universitären Betrieb darf nicht toleriert werden. Daher will die GRAS Salzburg in den nächsten 2 Jahren auf der ÖH ein Projekt zur Förderung von NachwuchswissenschaflerInnen umsetzen.
Konkret geht es um die Erstellung einer Studie, die sich mit dem Umfeld und der Situation von Nachwuchswissenschafterinnen beschäftigt. Das Ergebnis der Studie wird veröffentlicht und Diskussionveranstaltungen organisiert. Mit der Studie werden Jungwissenschafterinnen beauftragt. Diese werden dabei finanziell von der ÖH unterstützt. Parallel werden wir das öffentliche Bewusstsein für die Situation von Frauen an der Uni fördern.
Benachteiligung von Frauen beenden: Studie über Nachwuchswissenschafterinnen erstellen und Bewusstseinbildung betreiben!
Kundgebung gegen Kürzung der Studi-Heim-Förderungen!
Mittwoch, den 18. Mai 2011 um 10:35 Uhr
"Her mit dem Schotter, Mitzi!"
Bereits jetzt kostet studentisches Wohnen in Salzburg mehr als in anderen Städten. Ein Studiheim-Platz des Studentenwerks kostet durchschnittlich 300 Euro pro Monat. Diese Kosten werden in Zukunft dramatisch steigen: Das Wissenschaftsministerium wird von der Bundesregierung zum Sparen gezwungen und streicht Heim-BetreiberInnen alle Förderungen! Dadurch werden Heimplätze um bis zu 60 Euro pro Monat TEURER!
Gleichzeitigt sieht das kürzlich beschlossene Bundesfinanzrahmengesetz von SPÖ/ÖVP vor, dass die Unis ab 2013 weder eine Budgeterhöhung noch eine Anpassung an die Inflation bekommen. Es ist nicht einmal ausgeschlossen, dass das Budget weiter gekürzt wird! Aufgrund der Inflation bedeutet ein „nominell“ gleiches Budget real stark sinkende Budgets! Der reale Verlust beträgt mindestens 3-4% pro Jahr! Der Uni-Salzburg entsteht dadurch eine Finanzlücke von über 20 Millionen Euro!
RAISE YOUR VOICE!
Diese Sparpolitik ohne Rücksicht auf die soziale Lage der Studierenden ist nicht hinnehmbar! Gerade in Österreich brauchen wir mehr Ressourcen für höhere Bildung und die soziale Absicherung von Studierenden. Finanzministerin Maria Fekter muss dringend die benötigten Mittel bereitstellen!
KUNDGEBUNG: Freitag, 20. Mai, 13.00 Uhr am Mozartplatz!

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