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Wohlfahrtsstaat

So manche Liberalisten, zB Friedrich A. von Hayek (1899-1992), hatten immer schon vorm Wohlfahrtsstaat gewarnt, diesen kritisiert oder sein Ende prognostiziert. Mit der Thematik um die Staatsverschuldung wird der Wohlfahrtsstaat erneut zum 'schwarzen Schaf' stigmatisiert, ohne aber an dessen Errungenschaften zu denken. Während die einen für die Beibehaltung kämpfen, warten andere nur auf den Zusammenbruch. Aber was passiert ohne dem Wohlfahrtsstaat? Bereits jetzt ist zu erkennen, dass mit der wackeligen Angelegenheit des Wohlfahrtsstaates die Gefahr von Konflikten (oder ein Kampf jeder gegen jeden á la Hobbes) steigt – denn jeder möchte noch schnell sein Stück vom Kuchen sichern: StudentInnen im Kreuz mit den ArbeiterInnen, PensionistInnen gegen Erwerbstätige und Erwerbstätige auf Konfrontationskurs mit den Arbeitslosen... Besteht von Seiten der VerliererInnen im Spiel um den Ball des Wohlfahrtsstaates die Gefahr der Hinwendung zum Rechtspopulismus? Wird sich die Schere zwischen Arm und Reich, in einem Staat in dem der konservative Wohlfahrtsstaat relativ gut funktioniert hat, erhöhen? Bei der Debatte um die Staatsverschuldung kann nicht alleine der Wohlfahrtsstaat der Schuldige sein, fehlende Erbschaftssteuer, fehlende Verwaltungsreformen und noch so einiges mehr tragen ebenso dazu bei. Wer also für den Wohlfahrtsstaat eine mittelmäßige bis hohe Sympathie hegt, sollte deshalb wachsam sein und sich für ein Ende seiner Aushöhlung einsetzen.

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