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Das neue UniCafe (Universum - neben der Hauptbibliothek) wird von der Universität Salzburg (durch eine Subvention von 250.000,--) und auch vom Vorsitzenden der ÖH (Christoph Eder - VSStÖ durch eine Rundmail an alle StudentInnen, zur Eröffnung) unterstützt, der Konzern welcher hinter dem stylischen Kaffeehaus steht ist NESTLE:
Nestlé ist der größte Nahrungsmittelproduzent der Welt und Europas achtgrößtes Unternehmen. Im Jahr 2003 hat Nestlé über 6 Milliarden Schweizer Franken (2005 einen Reingewinn von knapp 8 Milliarden Franken.) Gewinn gemacht. Nun plant Nestlé aber, bis zum Jahr 2006 Sparmassnahmen in Höhe von 6 Milliarden Schweizer Franken, die sich insbesondere im Abbau von Hunderten von Arbeitsplätzen äussern werden, davon nahezu 1500 in Frankreich. Man kann an der Schliessung der Fabrik von Saint-Menet und den Rationalisierungsmassnahmen in den verschiedenen im Besitz von Nestlé befindlichen Wasserquellen die ersten Auswirkungen dieses Plans beobachten. Beispiele aus Russland, Korea und Kolumbien zeigen, wie Nestlé systematisch Politik gegen die Gewerkschaften und die Rechte der ArbeitnehmerInnen betreibt.
Doch was ist die Praxis in den Ländern des Südens? Was läuft in und um die Werke auf den Philippinen? Seit fast vier Jahren sind über 600 ArbeiterInnen des grössten Nestléwerks auf den Philippinen im Streik, weil Nestlé nicht gewillt war, den Altersvorsorgeplan in die Tarifverhandlungen aufzunehmen. Nestlé hat mit harter Repression auf den Streik reagiert und weigert sich, mit den streikenden ArbeiterInnen zu verhandeln. Am 22. September 2005 wurde der Präsident der Nestlé-Gewerkschaft brutal ermordet. Die ArbeiterInnen machen die Nestlé-Direktion, die Nationale Polizei und Präsidentin Macapagal-Arroyo für den Mord verantworlich.
Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern hat in der Stadt São Lourenço (Brasilien) im grossen Stil Wasser abgepumpt und damit Schäden an der Umwelt verursacht Tatsächlich kauft der Schweizer Multi seit Jahren überall auf der Welt Wasserquellen auf (SPÖ Wahlslogan: die ÖVP verkauft unser Wasser! - vsstö wofür steht ihr?), um sie auszubeuten. Längst geht es nicht mehr nur um das klassische Mineralwassergeschäft. Nestlé hat sich auch dem Verkauf von gewöhnlichem Trinkwasser verschrieben - für Gegenden dieser Welt, wo das Leitungswasser schwer nach Chlor riecht oder gänzlich fehlt. Im brasilianischen São Lourenço hat Nestlé 1992 mit dem Kauf der Firma Perrier auch einen ganzen Park erworben, in dem es verschiedene Heil- und Mineralquellen gibt. Dort wurde schon seit längerer Zeit Mineralwasser produziert. 1998 liess Nestlé jedoch eine neue Fabrik auf dem Gelände erstellen, um fortan im grossen Stil die Quelle Primavera auszubeuten. Seit 1999 liess die Firma dieses sehr eisenhaltige Wasser illegalerweise entmineralisieren und fügte ihm anschliessend einige Mineralien wieder zu. Verkauft wurde das Wasser unter dem Etikett «Pure Life». Nestlé, der weltweit größte Anbieter von Säuglingsnahrung, behindert und verdrängt massiv die natürlichste Ernährungsform für Kleinkinder - das Stillen - durch aggressive und subtile Vermarktungspraktiken für seine Flaschennahrung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und UNICEF sprechen von jährlich mehr als 1,5 Millionen Säuglingen, die sterben, weil sie nicht gestillt werden.
Der Monitoring-Bericht der IBFAN-Gruppe Zhan Sabi aus Kasachstan, der mit der Unterstützung von UNICEF, dem Gesundheitsministerium und der Gesellschaft für Ernährung in Kasachstan verfasst wurde, zeigt dass Schwangere von Hipp Werbematerial erhalten, das Kindertees ab der 1. Woche anpreist. Diese Werbemaßnahmen erhöhen das Risiko für Infektionen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Gesundheitsaktivisten fordern die deutsche Bundesregierung auf, gegen Hipp und seinen Vorstand, Klaus Hipp, vorzugehen, denn dieser Mann ist für die Verletzungen der Menschenrechte durch diese Firma verantwortlich. In Lettland erhalten Mütter auf Wochenstationen Gratisproben Instanttees ab der 1. Woche. Änliche Vorgänge sind in anderen Ländern festgestellt worden. Hipp verteilt 'Informationen' an Mütter in Krankenhäusern, Geschäften und mit der Post. Artikel 5.1 des Internationalen Kodex verbietet Werbung für folgende Produkte:
- Säuglingsanfangsnahrung
- Folgemilch und Beikost vor vollendetem 6. Lebensmonat
Hipp verletzt Menschenrechte: Wer Behauptungen über Babynahrung aufstellt, die absichtlich das Vertrauen von Frauen in ihre Stillfähigkeit unterminieren, den muss man nicht als cleveren Unternehmer ansehen, der nur seine Arbeit tut, sondern als Menschenrechtsverletzter der übelsten Sorte. (Stephen Lewis,Deputy Executive Director, UNICEF, April 1999)
DESHALB FORDERT DIE GRAS DEN VORSITZENDES DER ÖH AUF, JEGLICHE UNTERSTÜTZUNG bzw. WERBUNG FÜR DAS NEUE UniCafe (UNIVERSUM) ZU UNTERLASSEN! Dies soll euch aber nicht die daran hindern mit euren StudienkollegInnen einen Kaffee trinken uu gehen unser Tipp cafe DENKMAL (gegenüber dem KünstlerInnenhaus wird von Studierende auf Vereinsbasis geführt).
Quellen: WOZ - Wirtschaft - Nestlé klaut Wasser: Im Streit mit UmweltaktivistInnen in Brasilien hat der Weltkonzern klein beigeben müssen. ATTAC - Schweiz | Fragen an Nestlé Greenpeace Aktionsgruppe Babynahrung e.V.
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