Salzburgs Vizerektor Mosler: Zugangsbeschränkungen statt mehr Geld für die Unis
Montag, den 03. September 2007 um 13:40 Uhr
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In der SN Ausgabe vom 27 August 2007 wird Salzburgs Vizerektor für Lehre, Rudolf Mosler, interviewt . In dem Gespräch erkennt Hr. Mosler einige Probleme der Universitäten, versucht sie aber mit falschen Lösungen zu beseitigen. |
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"In den vergangenen Jahren war es ein österreichweiter Trend, dass wir bei den StudentInnenzahlen zugelegt haben, an der Uni Salzburg beispielsweise kontinuierlich um sieben Prozent pro Jahr. Ich sehe das an sich sehr positiv."
Die Zunahme der StudentInnen an der Uni Salzburg sehen wir auch
als ein sehr positives Zeichen.
Hr. Mosler fährt fort:
"Gleichzeitig ist aber die Verteilung der Studierenden ein
Problem. Denn wir legen am meisten in den großen Fächern
zu. Wir haben in diesen Massenfächern Betreuungsverhältnisse,
die völlig einzigartig sind nämlich einzigartig
schlecht. Das bedeutet überfüllte Hörsäle,
Wartelisten bei Labors, Lehrveranstaltungen und Prüfungen. Das
betrifft nach einer Untersuchung der RektorenInnenkonferenz mehr als ein
Drittel der österreichischen Studierenden.
Diese Aussage erscheint uns etwas seltsam. Wurde es uns doch von seiner Seite oft genug gepredigt, dass sich kleine Studienrichtungen nicht finanzieren lassen und eingespart werden müssen. Wert legt der VR Mosler auf die mittelgrossen Studienrichtungen. Die sogenannten Orchideenfächer will er am liebsten abschaffen.
Hr. Mosler sieht drei Möglichkeiten den Kollaps der grossen Studiengänge zu verhindern:
Erstens: Wir beschränken den Zugang, damit wir zumindest Verhältnisse wie in Deutschland erreichen. Das heißt, wir könnten in den schon jetzt zugangsbeschränkten Fächern nur noch die Hälfte der Leute nehmen, die wir derzeit nehmen.
Die zweite Variante ist: Wir verdoppeln oder besser
verdreifachen das Lehrpersonal in diesen Massenfächern. Das
kostet aber einiges an Geld. Die im Regierungsprogramm vorgesehenen
1000 Stellen, von denen wir aber noch nichts gesehen haben, sind da
wahrscheinlich noch zu wenig.
Die dritte Möglichkeit ist eine Mischung aus beidem.
Da wir für einen offenen und diskriminierungsfreien
Universitätszugang sind, fallen Lösung eins und drei weg.
Richtig hat Hr. Mosler aber Mosler die Notwendigkeit der Erhöhung
des Lehrpersonals erkannt. Würde er sich für mehr Geld für
die Universität einsetzen, wäre ihm auch die Unterstützung
der ÖH sicher.
Durch dieses Geld könnten mehr Menschen
ausgebildet werden und so stände auch mehr Forschungs- und
Lehrpersonal zur Verfügung.
Solch eine Massnahme wäre
im Sinne einer Weltklasse Uni.
Die Realität sieht aber leider anders aus:
Ein kleines
Beispiel: Der Fachbereich Psychologie in Salzburg wehrt sich gegen
eine Vergrößerung des Instituts und will nicht mehr
Personal einstellen..

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