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Salzburgs Vizerektor Mosler: Zugangsbeschränkungen statt mehr Geld für die Unis

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Salzburgs Vizerektor Mosler: Zugangsbeschränkungen statt mehr Geld für die Unis
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In der SN Ausgabe vom 27 August 2007 wird Salzburgs Vizerektor für Lehre, Rudolf Mosler, interviewt . In dem Gespräch erkennt Hr. Mosler einige Probleme der Universitäten, versucht sie aber mit falschen Lösungen zu beseitigen. Creative Commons License
Dieser Inhalt steht unter der Creative Commons-Lizenz.

"In den vergangenen Jahren war es ein österreichweiter Trend, dass wir bei den StudentInnenzahlen zugelegt haben, an der Uni Salzburg beispielsweise kontinuierlich um sieben Prozent pro Jahr. Ich sehe das an sich sehr positiv."

Die Zunahme der StudentInnen an der Uni Salzburg sehen wir auch als ein sehr positives Zeichen.

Hr. Mosler fährt fort:
"Gleichzeitig ist aber die Verteilung der Studierenden ein Problem. Denn wir legen am meisten in den großen Fächern zu. Wir haben in diesen Massenfächern Betreuungsverhältnisse, die völlig einzigartig sind – nämlich einzigartig schlecht. Das bedeutet überfüllte Hörsäle, Wartelisten bei Labors, Lehrveranstaltungen und Prüfungen. Das betrifft nach einer Untersuchung der RektorenInnenkonferenz mehr als ein Drittel der österreichischen Studierenden.“

Diese Aussage erscheint uns etwas seltsam. Wurde es uns doch von seiner Seite oft genug gepredigt, dass sich kleine Studienrichtungen nicht finanzieren lassen und eingespart werden müssen. Wert legt der VR Mosler auf die mittelgrossen Studienrichtungen. Die sogenannten „Orchideenfächer“ will er am liebsten abschaffen.

Hr. Mosler sieht drei Möglichkeiten den Kollaps der grossen Studiengänge zu verhindern:

„Erstens: Wir beschränken den Zugang, damit wir zumindest Verhältnisse wie in Deutschland erreichen. Das heißt, wir könnten in den schon jetzt zugangsbeschränkten Fächern nur noch die Hälfte der Leute nehmen, die wir derzeit nehmen.

Die zweite Variante ist: Wir verdoppeln oder besser verdreifachen das Lehrpersonal in diesen Massenfächern. Das kostet aber einiges an Geld. Die im Regierungsprogramm vorgesehenen 1000 Stellen, von denen wir aber noch nichts gesehen haben, sind da wahrscheinlich noch zu wenig.

Die dritte Möglichkeit ist eine Mischung aus beidem.“

Da wir für einen offenen und diskriminierungsfreien Universitätszugang sind, fallen Lösung eins und drei weg.
Richtig hat Hr. Mosler aber Mosler die Notwendigkeit der Erhöhung des Lehrpersonals erkannt. Würde er sich für mehr Geld für die Universität einsetzen, wäre ihm auch die Unterstützung der ÖH sicher.
Durch dieses Geld könnten mehr Menschen ausgebildet werden und so stände auch mehr Forschungs- und Lehrpersonal zur Verfügung.
Solch eine Massnahme wäre im Sinne einer „Weltklasse Uni“.

Die Realität sieht aber leider anders aus:
Ein kleines Beispiel: Der Fachbereich Psychologie in Salzburg wehrt sich gegen eine Vergrößerung des Instituts und will nicht mehr Personal einstellen..



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