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Einhebung von Studiengebühren rechtswidrig

bildung.gifGrüne & Alternative StudentInnen fordern die sofortige Rückerstattung aller unrechtmäßig eingehobenen Studiengebühren.

Trotz angeblicher Abschaffung der Studiengebühren zahlen viele Studierende weiterhin für ihre Bildung. Doch nicht nur das: Heute steht fest, dass das damals beschlossene Gesetz nicht nur voller Lücken, sondern auch die Vollzugspraxis der Universitäten mehr als mangelhaft ist. Die GRAS fand nun heraus: Seit letztem Sommersemester haben tausende Studierende Studiengebühren bezahlt, obwohl sie das ex lege nicht müssten.

Im Universitätsgesetz ist ganz klar die Gleichstellung großer Gruppen ausländischer mit österreichischen Studierenden festgelegt. Trotzdem schicken die Universitäten pauschal Erlagscheine über EUR 363,36  an alle Studierende, die nicht aus Österreich oder EU/EWR-Ländern kommen. Informationen zum Thema sind auf den Universitätshomepages sehr schwer bis gar nicht zu finden. Nicht selten sind die Beratungsstellen der Universitäten ahnungslos.

 

 

,,Nicht nur, dass dieses Vorgehen gesetzwidrig ist und gegen die Ermittlungspflicht auf Seiten der Universitäten verstößt, es stellt auch eine klare AusländerInnendiskriminierung dar,"  erklärt Eva Pentz, Juristin und Aktivistin der GRAS. Es wird genau jenen der Zugang zu höherer Bildung erschwert, die ohnehin mit dem österreichischen Behördensystem nicht in vollem Ausmaß vertraut sind.
Betroffenen Studierenden rät die GRAS, sich an die Österreichische HochschülerInnenschaft zu wenden. Dort bekommen sie uneingeschränkte Unterstützung bei der Forderung nach Rückerstattung.

,,Wir fordern die Universitäten auf, das rechtswidrige Einheben von Studiengebühren und die Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit umgehend zu beenden. Auch das BMWF ist gefordert sich endlich dieser Sache anzunehmen," erklärt Regina Bösch, Aktivistin der GRAS, und führt weiter aus: ,,Dies zeigt einmal mehr, dass es keine gerechten Studiengebühren gibt und diese somit ersatzlos für alle gestrichen werden müssen. Dies gilt für Universitäten, Fachhochschulen sowie für Pädagogische Hochschulen. Genau dafür wird sich die GRAS weiter einsetzen." gibt sich Regina Bösch kämpferisch. 

Mehr Informationen und Details als PDF

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