Bundes ÖH: Studienförderungsgesetzes-Novellierung erster Schritt in richtige Richtung
Sonntag, den 28. Oktober 2007 um 08:06 Uhr
Die finanzielle Absicherung sozial Schwächerer muss jedoch Priorität haben
In einer ersten Reaktion begrüßt die Österreichische HochschülerInnenschaft die Verbesserungen durch die Novellierung des
Studienförderungsgesetzes. Diese können jedoch nur ein erster Schritt in die richtige Richtung sein und es müssen unbedingt weitere folgen.
Endlich wird einigen langjährigen Forderungen der ÖH nachgekommen indem beispielsweise die Beihilfen für Studierende mit Kindern und behinderte Studierende ausgebaut werden. Wir freuen uns, dass in diesen Bereichen für Studierende nun Erleichterungen getroffen wurden, erklärt Hartwig Brandl vom ÖH-Vorsitzteam.
Trotz einiger Verbesserungen für Studierende muss aber darauf hingewiesen werden, dass diese Ausweitung leider nicht einmal der Inflationsanpassung der betroffenen Zeitspanne 1999 bis 2007 entspricht. Daher wird trotz der Ausweitung real nicht einmal der Stand von 1999 erreicht. Es kann hier also kaum von einer wirklichen Ausweitung gesprochen werden, wenn die Beihilfen real gegenüber 1999 sogar gesunken sind zeigt Verena Czaby vom Vorsitzteam auf.
Lisa Schindler (ÖH-Vorsitzteam) spricht ein weiteres Problemfeld an:Beihilfen sollten vor allem sozial schwächere Studierende absichern und ihre finanzielle Situation verbessern. Leider steht bei der Ausweitung
aber nicht die Unterstützung sozial Schwächerer im Vordergrund, sondern die Ausweitung der Leistungs- und Förderstipendien, in die 2 der 8 bis 9
Millionen der geplanten Ausweitung fließen sollen. Angesichts der nach wie vor bestehenden riesigen Lücken im Stipendiensystem sollten jedoch sozial schwächere Studierende Priorität haben.

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