Migration
Spiel mit dem Feuer
Freitag, den 09. Januar 2009 um 15:46 Uhr
In
den kalten Wintermonaten scheint das Spiel mit dem Feuer beliebt zu
sein. Nicht lange nach den frauen-feindlichen ("Brüste zu haben reicht
bei den Grünen nicht als Qualifikation. ") und xenophoben Äusserungen
("Kameltreiber aus Anatolien") des Grünen Bundesrates Efgani Dönmez
folgte ein Standard Interview mit Strache.
Dieser liess es sich natürlich nicht entgehen den auf den "rechten" Weg
gekommenen Grünen zu loben. Nebem seinem Standardprogramm:
Unterscheidung zwischen anständigen und unanständigen Menschen (wo ist
da genau Westenthaler zu finden?) fanden sich jedoch auch neues wie
auch (nicht zum ersten und sicher nicht letzten mal) einfach unsinniges.
Strache liess eine Bombe platzen: Er ist ein Politiker mit
Migrationshintergrund. Er führt weiter aus "Ich stamme aus einer
seudentendeutschen Vertriebenenfamilie". Hier zeigt Strache wieder
einmal wie ernst er genommen werden kann, nämlich gar nicht.
Wikipedia:
"Als Sudetendeutsche wird der ehemalige deutschsprachige
Bevölkerungsteil in den als Sudetenland bezeichneten Gebieten der
tschechischen Länder Böhmen, Mähren und Österreichisch-Schlesien
bezeichnet."
Wie schwer ist es von einem Tag auf den anderen von der deutschen in
die deutsche Sprache wechseln zu müssen, muss uns Strache wohl noch
erklären. Bis dahin: Er soll besser über Dinge reden die er versteht
(Vorschlag: Paintball).
Eine Fussnote ist es nur noch wenn er das Zerren um Haiders Witwe
kritisiert und sie im nächsten Satz als Landtagspräsidentin in Spiel
bringt.
Doch genug vom blauen Populist. Als sich als Teil der Grünen Bewegung
fühlenden Bewegung wie der GRAS, ist es auch nötig mehr als nur ein
paar Worte über die Äusserungen von Efgani Dönmez fallen zu lassen.
Der Ton, die Art und Weise in der er über AsylwerberInnen spricht ist
für sich schon inakzeptabel und überheblich. Doch auch der Inhalt ist
wenig fundiert. Er will AsylwerberInnen abschieben, welche kriminell
geworden sind? Dann stellt er sich in die Reihe derer, welche die
Genfer Konventionen ausser Kraft setzen wollen.
Doch in einem hat er recht, die Grüne Partei hat zu lange geschwiegen
und in Wahlen sich um das Thema Migration geschwindelt. Das Ansprechen
von Problemen (z.b. überproportionaler Anteil von
NichtösterreicherInnen in der Kriminalstatistik, ...) ist notwendig.
Doch hier stehen zu bleiben ist falsch und populistisch. Notwendig ist
Analyse (bspweise werden Menschen in sozialer Schieflage
wahrscheinlicher kriminell) und dann das Ziehen der richtigen Schlüsse.
Die GRAS fordert die Grüne Partei auf, die Aufmerksamkeit der Medien zu
nutzen, um gegen Menschenhetze und populistische Meinungsbildung
aufzutreten. Notwendig ist fundierte Analyse und Gleichberechtigung von
Nicht- und ÖsterreicherInnen.
Strache im DerStandard Interview
Dönmez im DerStandard Interview
Rassismus ist weit verbreitet
Freitag, den 27. April 2007 um 19:13 Uhr
Die Unterscheidung zwischen wir und die anderen ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Viele der Vorstellungen, die wir von den anderen haben, sind rassistisch geprägt. Rassen theorien wurden gegen Anfang des 18. Jahrhunderts entwickelt, gerade zu einer Zeit, als Europa seine globalen Eroberungen sowie den Sklavenhandel zu legitimieren suchte.
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