"Abschiebung stoppen - Internationalität fördern"
Donnerstag, den 14. April 2011 um 11:28 Uhr
"Die geltenden Fremdenrechtsbestimmungen richten sich gegen Einzelpersonen, denen beim Versuch in Österreich Fuß zu fassen alle erdenklichen Hürden in den Weg gelegt werden. Außerdem sind sie ein weiterer Auswuchs einer wissenschaftsfeindlichen Politik", kritisiert Maria Clar, Spitzenkandidatin der GRAS (Grüne & Alternative StudentInnen) und macht deutlich, dass auch Studierende davon Betroffen sind. " Für Menschen aus Nicht-EU und -EWR-Staaten ist es fast unmöglich in Österreich zu studieren. Ihnen werden immense bürokratische sowie finanzielle Hürden in den Weg gelegt", so Janine Wulz, ebenfalls Spitzenkandidatin der GRAS.
So müssen Nicht- EU und EWR- BürgerInnen unter anderem, um überhaupt einen Antrag auf ein Studierendenvisum stellen zu können, ein Vermögen von knapp 5000Euro nachweisen. "Welcher österreichische Studierende wäre bitte dazu in der Lage, so eine Summe nachzuweisen?", gibt Clar zu bedenken. Doch damit nicht genug. "Haben Studis ihre Aufenthaltsgenehmigung einmal erhalten, kann diese jedoch bereits wegen absurdester Kleinigkeiten wieder entzogen werden. Da reichen schon Verwaltungsübertretungen oder ein zu spät erbrachter Nachweis des Studienerfolges. Deshalb Menschen in Schubhaft zu stecken oder gar abzuschieben ist Wahnsinn", so Wulz.
"Die GRAS sieht es auch als eine der zentralen Aufgaben der ÖH solche Missstände aufzuzeigen, denn schließlich ist sie die Vertretung aller in Österreich Studierender. Nicht zuletzt, um einen internationalen Wissenschaftsbetrieb in diesem Land zu ermöglichen, der auch über den Tellerrand schaut" Wulz weiter. "Dazu braucht es aber weitreichende Schritte. Die GRAS fordert die umgehende Abschaffung finanzieller und bürokratischer Hürden, eine Öffnung des Arbeitsmarktes für Nicht- EU bzw. EWR- BürgerInnen, sowie das passive Wahlrecht für ausländische Studierende", fassen Clar und Wulz zusammen.

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