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themen ökologie Hände weg von Ilisu!
Hände weg von Ilisu!
Freitag, den 01. Dezember 2006 um 01:00 Uhr

In der Türkei, nahe an der Syrischen Grenze soll der Tigris mittels eines 135m hohen Staudammes auf eine Länge von 130km aufgestaut werden. Laut der türkischen Regierung soll das Staudammprojekt einerseits die Energieversorgung der Türkei sichern, andererseits Wasser zur Bewässerung niederschlagsamrer Regionen bereitstellen.

Doch wie bei vielen großen Staudammprojekten, wurden auch bei Planung des Ilisu-Staudamms kulturelle, soziale und ökologische Gesichtspunkte gänzlich außer Acht gelassen. Neben der Umsiedlung von über 54.000 Menschen - hauptsächlich KurdInnen - hätte das Projekt auch die Zerstörung der Natur- und Kulturlandschaft im betroffen Gebiet zur Folge.

Weiters ist ein Konflikt mit den Nachbarstaaten Syrien und dem Irak nicht ausgeschlossen, da die Türkei mit dem Staudamm den Wasserfluss in die Nachbarländer direkt kontrollieren könnte.

Bereits im Jahre 2001 zog sich ein britisches Konsortium aus dem Projekt zurück, weil internationale Standards bei der Planung nicht umgesetzt wurden. Fünf Jahre später macht sich nun ein Konsortium aus deutschen, österreichischen und schweizer Unternehmen an die Umsetzung des Staudammprojekts heran, dass von der österreichischen Kontrollbank eine Exporthaftung in Höhe von 250 Millionen Euro fordert, da kommerziellen Versicherungen das Projekt auf Grund der heiklen Lage nicht versichern wollten.

Die Entscheidung über den Bau hängt damit ganz wesentlich von Österreich ab. Wir fordern deshalb vom Staat: Kein Exporthaftung für dieses Projekt!


In der Türkei, nahe an der Syrischen Grenze soll der Tigris mittels eines 135m hohen Staudammes auf eine Länge von 130km aufgestaut werden. Laut der türkischen Regierung soll das Staudammprojekt einerseits die Energieversorgung der Türkei sichern, andererseits Wasser zur Bewässerung niederschlagsamrer Regionen bereitstellen.

Doch wie bei vielen großen Staudammprojekten, wurden auch bei Planung des Ilisu-Staudamms kulturelle, soziale und ökologische Gesichtspunkte gänzlich außer Acht gelassen. Neben der Umsiedlung von über 54.000 Menschen - hauptsächlich KurdInnen - hätte das Projekt auch die Zerstörung der Natur- und Kulturlandschaft im betroffen Gebiet zur Folge.

Weiters ist ein Konflikt mit den Nachbarstaaten Syrien und dem Irak nicht ausgeschlossen, da die Türkei mit dem Staudamm den Wasserfluss in die Nachbarländer direkt kontrollieren könnte.

Bereits im Jahre 2001 zog sich ein britisches Konsortium aus dem Projekt zurück, weil internationale Standards bei der Planung nicht umgesetzt wurden. Fünf Jahre später macht sich nun ein Konsortium aus deutschen, österreichischen und schweizer Unternehmen an die Umsetzung des Staudammprojekts heran, dass von der österreichischen Kontrollbank eine Exporthaftung in Höhe von 250 Millionen Euro fordert, da kommerziellen Versicherungen das Projekt auf Grund der heiklen Lage nicht versichern wollten.

Die Entscheidung über den Bau hängt damit ganz wesentlich von Österreich ab.

1. Das Projekt ist unsozial: Der vorliegende Umsiedlungsplan erfüllt laut Amnesty International nicht einmal die grundlegenden Menschenrechte.

2. Das Projekt ist umweltschädlich: Die vorliegende Umweltverträglichkeitsprüfung ist in hohem Maße unvollständig und erfüllt nicht die internationalen Ansprüche. Seltene Tier- und Pflanzenarten verlieren ihren Lebensraum.

3. Dieses Projekt verschärft Konflikte: Fast täglich werden bei den Konflikten zwischen der PKK und dem türkischen Militär Menschen getötet. Das Projekt verstärkt die Spannungen im Konfliktgebiet. Viele Betroffene sehen im Stausee eine strategische Repression gegen die zumeist kurdischen BewohnerInnen. Tausende Binnenflüchtlinge werden die lokale Lage zusätzlich verschärfen.

4. Das Projekt zerstört eine Wiege der westlichen Kultur: Das Tigristal ist seit mehr als 10.000 Jahren besiedelt. Mit ihren etwa 200 antiken Stätten gehört das Tal zu den kulturell wichtigsten Gebieten der Menschheit.

Wir fordern daher: Keine Exporthaftung für dieses Projekt!
Minister Grasser darf nicht mit österreichischen Steuergeldern ein Projekt fördern, das grundlegende Menschenrechte verletzt und nach europäischem und österreichischem Recht nie verwirklicht werden dürfte – während gleichzeitig von der Türkei eine Annäherung an EU-Standards gefordert wird.

Get Active! Schreib einen Protestmail an eine der folgenden Adressen.

Finanzminister: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Chef der Österreichischen Kontrollbank: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Budeskanzler Schüssel: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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