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gesellschaft

Mut zur Angst

Mittwoch, den 20. April 2011 um 17:01 Uhr

„Beim zweiten Termin werden wir….“ Ich schrecke auf, mein Blick schweift nach links. Mein Sitznachbar starrt gelangweilt auf den Tisch. Plötzlich wird mir kalt, mein Herz schlägt schneller – ich höre meinen Puls, ich ringe nach Luft und meine Hände fangen an zu zittern. Mein Blick wird enger, mir wird schwindlig. Meine Gedanken kreisen: „Ich muss hier raus, ich will hier weg, aber was werden die anderen denken?“ Ich bleibe sitzen, versuche mich abzulenken, male mit meinem Stift hektisch Kreise auf das Papier.

Ich versuche mich zu beruhigen: „Das ist alles nicht so schlimm. Ich darf nicht daran denken, dann wird es noch schlimmer. Aber was, wenn ich dann doch ohnmächtig werde? Was passiert, wenn ich jetzt das Seminar verlasse? Was passiert, wenn ich gar nicht mehr auf die Uni gehen kann? Merken die anderen um mich herum, dass ich schwer atme, dass meine Hände zittern, dass sich meine Beine unruhig bewegen. Ich habe Angst. Angst, was wohl die anderen denken. Ich muss hier raus…..“

mut-zur-angst

Dieser Gedankentext ist fiktiv. Aber jede/r, der/ die unter starken Ängsten leidet, kennt diese oder ähnliche Symptome. Angst hat immer etwas Quälendes, Bedrohliches, Beunruhigendes und löst ein Gefühl von Ohnmacht in uns aus. Leidet jemand unter ständiger Angst und fühlt sich dadurch in seinem/ ihren Leben und im Alltag beeinträchtigt, spricht man gewöhnlich von einer pathologischen Angst.

Laut der Studierenden-Sozialerhebung 2009, eine umfassende Studie zur Situation gesundheitlich beeinträchtigter Studierender an Österreichs Hochschulen, geben 15% an, unter Leistungsdruck und Versagensängsten, 18% unter Prüfungsangst zu leiden und 15% haben Ängste vor Publikum vorzutragen. An der Studie nahmen über 40.000 von gesamt 332.624 StudentInnen (2009) teil.

Selten wird darüber gesprochen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass das Thema „Angst im Studium“ thematisiert wird. In diesem Sommersemester startet deshalb das Gesellschaftspolitische Referat der ÖH, für Studierende mit Angststörungen das Projekt “Mut zur Angst“. Jeden letzten Dienstag im Monat (29. März, 26. April, 31. Mai & 28. Juni) um 19:30, können sich betroffene StudentInnen treffen, um Erfahrungen und Informationen auszutauschen. Treffpunkt ist in der Kaigasse 28, im 1. Stock.


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Offener Brief der GRAS-Salzburg zur Videoüberwachungscausa an Uni-Salzburg

Dienstag, den 12. April 2011 um 13:36 Uhr

In den vergangenen Tagen gab es mehrere Medienberichte über gesetzeswidrige Videoüberwachungsanlagen an und um öffentliche Gebäude. Auch die Universität Salzburg, genauer gesagt die Naturwissenschaftliche Fakultät (Hellbrunnerstraße 34), ist davon betroffen. Gemäß Datenschutzgesetz Abschnitt 9a, § 50d, Absatz 1 hat „Der Auftraggeber einer Videoüberwachung diese geeignet zu kennzeichnen. Aus der Kennzeichnung hat jedenfalls der Auftraggeber eindeutig hervorzugehen, es sei denn, dieser ist den Betroffenen nach den Umständen des Falles bereits bekannt. Die Kennzeichnung hat örtlich derart zu erfolgen, dass jeder potentiell Betroffene, der sich einem überwachten Objekt oder einer überwachten Person nähert, tunlichst die Möglichkeit hat, der Videoüberwachung auszuweichen“. Diese Bestimmung wird am Eingang der Hellbrunnerstraße 34 definitiv nicht erfüllt, der Hinweis ist direkt im Aufnahmebereich der Kamera angebracht.

Die Grünen & Alternativen StudentInnen sehen diese Verstöße gegen das Datenschutzgesetz äußerst kritisch und fordern die Universität Salzburg daher umgehend zu nachfolgenden Maßnahmen auf:

  1. Veröffentlichung einer Liste aller Videoüberwachungsanlagen die von der Universität Salzburg betrieben werden.
  2. Eine umgehende Überprüfung der Notwendigkeit aller betriebenen Videoüberwachungsanlagen.
  3. Eine Begründung für die Notwendigkeit jeder betriebenen Videoüberwachungsanlage.
  4. Die umgehende gesetzeskonforme Kennzeichnung aller von der Universität Salzburg betriebenen Videoüberwachungsanlagen.
  5. Eine umgehende Überprüfung der Einhaltung der Meldepflicht für Videoüberwachungsanlagen gemäß §§ 17 ff Datenschutzgesetz.
  6. Falls der Meldepflicht noch nicht nachgekommen sein sollte, die umgehende gesetzeskonforme Meldung aller betriebenen Videoüberwachungsanlagen.

Sollte diesen Forderungen nicht bis 30. April 2011 nachgekommen werden, behalten wir uns weitere rechtliche Schritte vor.
Hochachtungsvoll,

die Grünen & Alternativen StudentInnen (GRAS) Salzburg

(PDF-Version des Briefes)


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Podiumsdiskussion Gemeinwohl-Ökonomie: Das Wirtschaftsmodell der Zukunft?

Montag, den 28. März 2011 um 08:49 Uhr

Einführungsvortrag von
- Christian Felber (Autor & Erfinder Gemeinwohl-Ökonomie)

anschließende Podiumsdiskussion mit
- Günter Hackmüller (Gegenargumente) und
- Bettina Lorentschitsch (Wirtschaftsbund Salzburg)

Die Moderation übernimmt Sabaha Sinanovic (u.a. Radiofabrik).

Termin: Dienstag, 12. April · 18:30 - 21:30
Ort: Universität Salzburg - HS 380, Rudolfskai 42

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion mit Felber, Hackmüller, Lorentschisch und allen Interessierten!

Nähere Infos:

Es ist kein Geheimnis: Mit der Welt, in der wir leben, steht es nicht zum Besten. Millionen Menschen leiden weltweit an Hunger und massiver Armut, die Zerstörung der Umwelt schreitet in beunruhigendem Maße voran und Krieg ist auch im 21. Jahrhundert ein allgegenwärtiges Mittel staatlicher Politik. Auch in den wirtschaftlich entwickelten Ländern leben viele Menschen in Armut, es sind Krankheitsfolgen durch Stress am Arbeitsplatz oder in der Ausbildung weit verbreitet und ein kleiner Bruchteil der Bevölkerung verfügt über den größten Teil des materiellen Reichtums.

 


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Weiterlesen: Podiumsdiskussion Gemeinwohl-Ökonomie: Das Wirtschaftsmodell der Zukunft?

   

Urabstimmung über Google-Apps bei ÖH Wahlen?

Montag, den 21. März 2011 um 18:59 Uhr

GRAS fordert Urabstimmung aller Studierenden zum neuen Email-System

Im Herbst stellte die Uni Salzburg das Email-System aller Studierenden auf „G-Apps-Education“ von Google um. Grund für die Umstellung war die studentische Kritik am alten System. Kritisiert wurde insbesondere der geringe Speicherplatz der Email-Accounts. Auch sollten in Zukunft Collaboration-Tools á la Google-Docs zur Verfügung stehen, die von Studierenden immer stärker genutzt werden. Aufgrund der eingeschränkten personellen und finanziellen Ressourcen der Uni können die IT-Services derlei Angebote nicht selbst „in-house“ zur Verfügung stellen. Die ÖH Salzburg hat in Verhandlungen mit der Uni mehrere Bedingungen für die probeweise Umstellung gestellt, wie etwa strikten Datenschutz und Werbefreiheit. Die Uni hat diesen Voraussetzungen zugestimmt.

GRAS: Studierende sollen entscheiden

Nun liegt es an den Studierenden, zu beurteilen, ob sie Google bei der Einhaltung der vertraglichen Bestimmungen vertrauen. Deshalb hat die GRAS einen Antrag gestellt, im Rahmen der kommenden ÖH-Wahl (24.-26. Mai) eine Urabstimmung über G-Apps-Edu durchzuführen. Somit sind alle Studierenden aufgerufen, auf einem separaten Stimmzettel für oder gegen die Beibehaltung der neuen Lösung abzustimmen. Um gültig zu sein, müssen mindestens ein Drittel der wahlberechtigten Studierenden an der Abstimmung teilnehmen. Dann ist das Ergebnis der Abstimmung für die ÖH und in weiterer Folge die Uni bindend. Damit es zu einer Urabstimmung kommt, müssen die anderen ÖH-Fraktionen dem Antrag der GRAS mit mindestens Zwei-Drittel-Mehrheit zustimmen.

Mehr Infos zu Google-Apps und dem Antrag der GRAS findest du auf unserer Website (salzburg.gras.at)!


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Die Kontingenz von dreiviertel Takt und Knüppelschlägen

Freitag, den 18. März 2011 um 18:24 Uhr

Am 29. Jänner 2011 fand zum 59. Mal der Ball des Wiener Korporations-Rings (WKR) in der Wiener Hofburg statt. Seit 1952 schwingen hier Mitglieder von rechts bis rechtsextremen Studentenverbindungen aus dem deutschnationalen Lager - wie beispielsweise die Burschenschaften Olympia, Teutonia sowie Cimbria - das Tanzbein. Jene vertreten eine rassistische, sexistische und faschistische Ideologie, fernab von jeglichem demokratischen Grundkonsens, was auch dieses Jahr für einen Zusammenschluss von mehreren hundert Demonstrant_innen aus ganz Österreich sorgte. Doch „Jedes Jahr die selbe Scheiße“ fragten sich nicht nur Demonstrant_innen, sondern offensichtlich auch Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl.

Dieser untersagte nämlich den Demonstrationszug kurzfristig, wobei als Grund die „Gefährdung öffentlicher Sicherheit“ angegeben wurde; erlaubt wurde vorerst lediglich eine Kundgebung im Sigmund-Freud-Park. Diese wurde dann jedoch ebenfalls nicht gestattet, was auf Empörung und Unverständnis auf Seiten der Demonstrant_innen stieß. Zusätzlich wurden ohne Angabe eines Grundes Personalkontrollen bei ankommenden Bussen durchgeführt, welche rund 1,5 h in Anspruch nahmen und von etwa 30 Polizisten überwacht wurden. Trotz der polizeilichen Maßnahmen und Anzeigedrohungen folgten am frühen Abend mehrere Spontandemos in ganz Wien so auch in der Mariahilfer oder der Westbahnstraße, was Sachbeschädigungen und Festnahmen nach sich zog. Kesselungen wurden stundenlang aufrecht erhalten, Personaldaten wurden einzeln aufgenommen.

Da wird sich manch eine_r fragen, wogegen eigentlich angekämpft werden soll.

Inzwischen sind auch die Anzeigen da. Artikel aus dem Standard dazu: Anzeige nach Korporationsball / Informationen zum Umgang mit Anzeigen: Know your Rights: „Wenn das Brieftäubchen kommt…“


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