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Vielen Dank für die Rosen!

rose_in_rain.jpgAm 8. März jährt sich zum 99. Mal der Internationale Frauentag. Dieser wird von feministisch orientierten Organisationen und vielen anderen NGOs sowie von zahlreichen politischen Gruppierungen mit sozialkritischen Veranstaltungen wie Demonstrationen, Workshops oder Diskussionen begangen.

Im Zentrum dieser Veranstaltungen steht grundsätzlich die Thematisierung der bestehenden Geschlechterverhältnisse und patriarchalen Strukturen unserer Gesellschaft, die mit deutlichen Diskriminierungen von Frauen in sämtlichen Bereichen ihres sozialen Lebens einhergehen, sowie die massive Kritik daran.

In den letzten Jahren hat sich jedoch auch noch eine andere Sichtweise bzw. Herangehensweise an den Weltfrauentag entwickelt, die immer stärkeren Zulauf erhält. Wie am Muttertag wollen die VerfechterInnen dieser Ansicht Frauen und Mädchen am Internationalen Frauentag mit Blumen – insbesondere Rosen – beschenken, um ihnen das Leben in einer ungleichen Welt zu versüßen und die weiblichen Stärken deutlich zu betonen. Frauen sollen als ebenbürtiges und vielerlei Hinsicht auch besseres – weil liebenswürdigeres und umfassender denkendes – Geschlecht gezeigt werden, um gleichzeitig anzumerken, dass die existierende Minderbezahlung von Frauen nicht richtig und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie endlich umzusetzen wäre.

Dies mag zwar als nette Geste gedacht sein, hat aber rein gar nichts mit der tatsächlichen Idee des Weltfrauentags als Frauenkampftag zu tun. Im Fokus dieses Tages steht nämlich nicht die Betonung der Weiblichkeit und ihrer Stärken, sondern der Kampf gegen patriarchale Strukturen in fast allen Gesellschaften der Welt sowie die Kritik an den bestehenden Rollenbildern und der Lebenssituation vieler Frauen, die von Armut, häuslicher Gewalt und Benachteiligungen in sämtlichen Lebensbereichen geprägt ist.

Einen zweiten Muttertag, an dem für einen Tag das Frauenbild der Frau glorifiziert wird, um den Rest des Jahres nicht an den patriarchalen Strukturen unserer Gesellschaft rütteln zu müssen, brauchen wir sicher nicht!

Die ÖH Salzburg organisiert am 8. März mehrere Aktionen (Danke dafür):
- 13:00-17:00 Uhr    Kurzfilmnachmittag an der Geswi und Nawi
- 21:00 Uhr            ' Women reclaim the Street'' - Frauen erobern die Nacht zurück - FrauenNachtDemo - Treffpunkt Hauptbahnhof
- 22:00 Uhr             Frauenfest in der ÖH, Kaigasse 28, 1. Stock

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