| UniBrennt und ÖH sichern 2 Millionen Euro für Salzburgs Studierende |
| Montag, den 25. Januar 2010 um 08:04 Uhr |
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34 Millionen Euro für Österreichs Universitäten wer im Herbst vergangenen Jahres, zur Hochphase der studentischen Protestbewegung UniBrennt, diese Zusagen von Wissenschaftsminister Hahn hörte, mag sich anfangs noch über Hahns unerwartete Großzügigkeit gewundert, vielleicht sogar über seinen Gesundheitszustand gesorgt haben. Zumindest, bis sich herumsprach, dass diese 34 Mio. nur ein Viertel jenes Betrags in der Höhe von 2% des Hochschulbudgets sind, den das Ministerium den Unis auf Basis der Universitätsgesetz-Novelle 09 vorenthält. Aber gut, ein Viertel von 2%, die den Unis ohnehin zustehen würden, ist auch nicht gar Nichts Die Uni Salzburg bekommt 2 Mio. Euro aus dieser Notfallreserve. Der bundesweite Verteilungsschlüssel basiert auf der Anzahl an Studierenden an einer Uni, sowie des jeweiligen Zuwachses an Studierenden im Jahr 2009. Wofür wird dieses Geld nun ausgegeben? Das haben die ÖH Salzburg und das Rektorat in den letzten Wochen verhandelt:
Einführung der Sommer- und Winteruni: die GRAS forderte schon bei der ÖH Wahl 2009, dass jeden September und Februar Lehrveranstaltungen in geblockter Form abgehalten werden sollen. Wenn Studierende in Lehrveranstaltungen, die für den Studiumsfortschritt bzw. -abschluss zwingend vorgeschrieben sind, negativ abschneiden, verlieren sie derzeit oft ein oder mehrere Semester. Andere Studierende wiederum schaffen es aufgrund von Engpässen im Studieplatzangebot gar nicht in diese Kurse. Durch die Sommer- und Winteruni wird es möglich, eine Verzögerung der Studienzeit zu vermeiden. Für berufstätige Studierende ist der Besuch geblockter Lehrveranstaltungen besonders attraktiv. Ein zweiter Erfolg ist die Ausweitung der Öffnungszeiten der Uni-Bibliotheken für eine einjährige Probephase, mit Beginn 1. März. Die Protestbewegung UniBrennt-Salzburg hat sich massiv für diese Maßnahme eingesetzt und in Gesprächen mit dem Rektorat erheblichen Druck ausgeübt. Die GRAS-geführte ÖH Salzburg hat jetzt erreicht, dass die Studierenden bei der Erhebung der Nutzung der längeren Öffnungszeiten eingebunden werden. Auch bei der Erarbeitung eines langfristigen Modells jenseits der einjährigen Testphase können die Studierenden mitbestimmen. Neben anderen Punkten wurde vereinbart, dass massive Investitionen in die räumliche und technische Infrastruktur getätigt werden. Das Spektrum reicht von besserer Laborausstattung für die NaWi über flächendeckendes W-LAN bis hin zu einer schöneren Gestaltung der Aufenthaltsräume und Dachterassen. Damit werden die individuellen und Gruppenarbeitsplätze an der Uni ansprechender. Die konsumfreien Zonen werden attraktiver.
Als GRAS waren wir in Form des ÖH-Vorsitzes, des Bildungspolitischen Referats und des Organisationsreferats an den Verhandlungen mit dem Rektorat beteiligt. Umso mehr freuen wir uns, dass wir nach weniger als einem Jahr in der ÖH Salzburg unsere Forderungen nach einer Sommer und Winteruni und nach schöneren Aufenthaltsmöglichkeiten an der Uni umsetzen konnten. |

