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Offener Hochschulzugang – keine Zugangsbeschränkungen für den Master!
Donnerstag, den 12. Mai 2011 um 21:10 Uhr
"Der Abschluss eines Bachelorstudiums berechtigt zum Besuch eines Masterstudiums.“ Diese Aussage klingt banal, ist aber keineswegs selbstverständlich! Denn Zugangsbeschränkungen für Masterstudien sind österreichweit auf dem Vormarsch.
An der Uni Salzburg gibt es bereits Zugangsbeschränkungen für einige Masterstudien. An der Psychologie stehen etwa jährlich 200 Bachelor-, aber nur 150 Masterstudienplätze zur Verfügung! Als Begründung wird häufig angeführt, dass ja eh nicht alle Bachelorstudierende ihr Studium abschließen oder einen Master anstreben würden.
Das eigentliche Motiv hinter Zugangsbeschränkungen ist der Wunsch, Geld auf Kosten der Studierenden zu sparen. Solche Aussagen verschleiern, dass es unmöglich ist, die benötigte Zahl an Studienplätzen genau zu prognostizieren – nicht zuletzt aufgrund der allseits gepriesenen Mobilität der Studierenden zwischen Universitäten.
Ob im Bachelor, Master oder Doktorat – Studienplatzbeschränkungen führen immer dazu, dass Studierende daran gehindert werden, ein Studium ihrer Wahl zu betreiben! Am stärksten betroffen sind Studierende aus bildungsfernen Familien, sowie mit beruflicher oder familiären Pflichten.
Ein Risiko ist die Entstehung einer 2-Klassen-Uni: Es gibt ein paar offene Masterstudien für die breite Masse, mit überfüllten Lehrveranstaltungen und schlechten Betreuungsverhältnissen. In die spezialisierten, hochwertigen Masterstudien kommen nur einige wenige, die die Aufnahmeprüfungen bestehen (oder halt über die besseren Kontakte und Seilschaften verfügen).
Wir als GRAS setzen uns für den freien Hochschulzugang ein und fordern: - Wer einen Bachelor absolviert, hat auch das Recht auf ein Masterstudium seiner/ihrer Wahl! - Keine Zugangsbeschränkungen bei Master-Studien! - Wer nach dem Bachelor ein fachnahes Masterstudium anstrebt, darf beim Umstieg nicht behindert werden!
Mehr Infos zu unseren Forderungen für die ÖH Wahl 2011 vom 24 - 26 Mai
Faire ECTS-Bewertung & studierbare Curricula jetzt!
Montag, den 09. Mai 2011 um 14:26 Uhr
Du studierst nicht mehr in Mindestzeit? Du erhältst als LehramtsstudentIn nur 3 ECTS-Punkte für einen Kurs, für den andere 6 ECTS bekommen? Du findest, die LV-Evaluierung sollte mit greifbaren Konsequenzen verbunden werden?
Theoretisch sollte mit dem Bologna-Prozess alles transparenter werden – auch der Arbeitsaufwand von Lehrveranstaltungen! 1 ECTS entspricht in der Theorie 25 Arbeitsstunden. Das ECTS-System sollte sicherstellen, dass Studierende keine überzogenen Anforderungen bewältigen. Der Haken: niemand weiß, wie hoch der Aufwand tatsächlich ist, weil die derzeitige LV-Evaluierung missverständlich und ineffektiv ist! Die ECTS-Bewertung von Lehrveranstaltungen erfolgt losgelöst von den realen Anforderungen. Relevant ist derzeit nur, dass auf dem Papier genau 30 ECTS pro Semester erreicht werden. Je nach Curriculum erhalten Studierende mehr oder weniger Punkte für ein- und diesselbe Leistung.
Die Uni hat viele 4-jährige Diplomstudien auf 3-jährige Bachelorstudien komprimiert. Die Inhalte sind oft die gleichen geblieben. Dadurch entstanden überfrachtete Studienpläne, die man unmöglich in der Mindestzeit studieren kann. Das Kernproblem: der reale Aufwand von LVen liegt weit über den angerechneten ECTS-Punkten. Die Leidtragenden sind die Studierenden. Denn wer die Mindestzeit überschreitet, verliert Stipendien und Beihilfen. Die Erwerbstätigkeit zur Finanzierung des Studiums wird immer zeitraubender – bis hin zum Studienabbruch.
Wir wollen dieses Problem lösen!
- Die ECTS-Verteilung muss dem realen Arbeitsaufwand entsprechen!
- Gleiche ECTS-Anrechnung für alle - egal ob Lehramt oder BA/MA!
- Wirksame LV-Evaluierung mit transparenten Ergebnissen!
- Überarbeitung der überfrachteten Studienpläne - Studien müssen studierbar sein!
Mehr Infos zu unseren Forderungen für die ÖH Wahl 2011 vom 24 - 26 Mai
Offener Brief: Lehramtsstudierende – Die nützlichen „IdiotInnen“?
Sonntag, den 17. April 2011 um 17:57 Uhr
Liebe Studierende, liebe Lehrende, liebe Universität,
Lehramtsstudierende stellen an der Universität Salzburg mit knapp 4000 etwa ein Viertel der Studierenden. An den Fachbereichen, an denen Lehramt unterrichtet wird, sind häufig mehr als die Hälfte der KursteilnehmerInnen Lehramtsstudierende. Die Inhalte sind trotzdem meist zu hundert Prozent am Bachelor- oder Masterstudienplan (früher Diplom) orientiert, und noch öfter an den Wünschen der Lehrenden. Diese Wünsche mögen vielfältig sein. Sie reichen womöglich über das Interesse am südamerikanischen Quechua hin zu mittelhochdeutscher Prosa über Ameisenkampfstrategien und Tagebucheintragungen von Hitlers Sekretärin, nur die Erarbeitung des "WIE diese Inhalte im Schulunterricht aufbereitet werden könnten", ist sehr (sehr sehr sehr) selten ein Teil dieser Wünsche.
Lehramtsstudierende, zwei Drittel davon sind Frauen, sind die nützlichen „IdiotInnen“, die es aufgrund ihrer Anzahl den Lehrenden der Universität „ermöglichen“, ihre Forschungsinhalte zu unterrichten, ohne aber explizit auf die Bedürfnisse der Lehramtsstudierenden Rücksicht nehmen zu müssen. Die Gründe dafür mögen vielschichtig sein, und reichen von narzisstischen Lehrenden, über eine lethargisch-passive Haltung, einem "Erleiden" der Studierenden, hin zu strukturellen Ungerechtigkeiten.
Die überfüllten Curricula der Lehramtsstudierende machen es zudem „notwendig“, dass sie, sehr oft für das gleiche Arbeitspensum weniger ECTS-Punkte bekommen. Die Wertschätzung gegenüber Studierenden, die „nur“ Lehramt inskribieren, ist an der Uni wie in unserer Gesellschaft, trotzdem nach wie vor gering (einzelne Ausnahmen teilweise sogar Fachbereiche natürlich ausgeschlossen). Finnische Verhältnisse, wo der Lehrberuf einer der am höchsten angesehenen in der Gesellschaft ist, wären wünschenswert, sind aber in weiter Ferne.
Gerade jetzt, wo durch die Demonstrationen der letzten Jahre eine Diskussion um die Bildung angestoßen wurde, auch darüber, WIE und vor allem WO die angehenden LehrerInnen (aus-)gebildet werden, ist es an der Zeit, dass sich auch die Lehramtsstudierenden stärker emanzipieren, sich ihrer Wichtigkeit in der Gesellschaft bewusst werden und selbstbewusster auf die Erfüllung ihrer Bedürfnisse an der Universität pochen.
Zusätzlich sind aber auch die Lehrenden gefordert, ihren Unterricht an den Bedürfnissen ihrer TeilnehmerInnen auszurichten und nicht zuletzt die Universitätsleitung, die es verabsäumt hat, faire Voraussetzungen für Lehramtsstudierende zu schaffen und die Diskussion um die LehrerInnen(aus-)bildung zu dominieren. Über Jahre hinweg wurden die Curricula von Lehramtsstudierenden voll gestopft, was jetzt durch das Punktesystem, so unausgefeilt die Umsetzung auch sein mag, zumindest auffällt. Für die gleichen Seminare und das gleiche Arbeitspensum bekommen Lehramtsstudierende statt etwa sechs oder sieben nur drei, vier oder fünf Punkte. Die Beispiele sind traurig... und traurig zahlreich.
Es reicht! Die GRAS setzt sich ein für eine faire und transparente Vergabe von ECTS-Punkten, studierbare Studien statt vollgestopfter Curricula und eine Aufwertung von Lehramt an der Universität Salzburg!
Aktiv werden...
Freitag, den 15. April 2011 um 14:40 Uhr
Ungefähr sechs Wochen noch und die nächsten ÖH Wahlen stehen an (24.- 26. Mai). Dort werden verschiedene Ebenen der Studierendenvertretung gewählt: Einerseits die "unterste Ebene", die Studienvertretungen (STVen), die dann wiederum die Fakultätsvertretungen (FVen) wählen. Andrerseits die Universitätsvertretungen (UVen), die über ein Delegiertensystem die Bundesvertretung (BV) wählen.
Die STVen vertreten die StudentInnen gegenüber ihren jeweiligen Fachbereichen und werden per Persönlichkeitswahl gewählt, es treten also einzelne KandidatInnen an. Man darf jeweils die STV(en) wählen zu den Studien in denen man inskribiert ist bzw. für diese zur Wahl antreten. Die UV vertritt die StudentInnen gegenüber der Universität. Sie wird per Listenwahlrecht gewählt. Wenn die Listen eine gewisse Anzahl von Stimmen bekommen haben dann bekommen sie Mandate in der UV. Die Listen mit den meisten Stimmen bilden je nach Stimmanzahl entweder alleine oder zusammen mit einer oder mehrerer anderer Listen die Exekutive und wählen die Vorsitzenden. Die aktuelle Exekutive wird gebildet aus GRAS und VSStÖ.
Leider sind die Möglichkeiten der Studierendenvertretung in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt worden. Zudem haben sich die Studienbedingungen so verändert, dass viele Studierende keine Zeit mehr eine Mitarbeit in der Studierendenvertretung haben. Allerdings ist es gerade deshalb wichtig die noch vorhandenen Möglichkeiten zu nützen!
Auch wenn Du selber nicht aktiv werden kannst ist es wichtig, Dich zu informieren und wählen zu gehen. Es wird in den nächsten Monaten einige Informationsveranstaltungen der ÖH geben (u.a. Podiumsdiskussionen der einzelnen Fraktionen/Listen, Infostände der ÖH und der wahlwerbenden Fraktionen etc.) Falls du dich aktiv beteiligen willst kannst du dich bei deiner STV und der ÖH informieren, welche Aufgaben du als STV-MandatarIn hast bzw. wie du kandidieren kannst.
Wenn du Interesse hast für die GRAS aktiv zu werden kannst du dich an unseren Info-Ständen die wir in den nächsten Wochen an allen großen Salzburger Uni-Standorten haben werden informieren bzw. in unsere wöchentlichen Plena kommen. Kontaktieren kannst du uns per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Die Wahlkampf-Forderungen der Bundes-GRAS findest du hier: http://oehwahl.gras.at
Finanzielle Situation der Uni Salzburg spitzt sich zu
Montag, den 28. März 2011 um 14:32 Uhr
Mail von Rektor Schmidinger an Uni-Bedienstete zeigt prekäre Situation auf
Diese E-Mail hat es in sich. Sie zeigt erneut auf, wie schlecht es um die die Finanzen der Universität Salzburg steht. Ist es dem Rektorat für das Jahr 2010 noch gelungen ein ausgeglichenes Budget zu erstellen, wird das für 2011 nicht mehr möglich sein.
Rektor Schmidinger kündigt so einen rigiden Sparplan an.
- Neubesetzungen von Personalstellen nur bei äußerster Notwendigkeit
- Keine Schaffung von neuen Personalstellen
- Einsparungen beim Lehrpersonal
Die GRAS Salzburg begrüßt die Offenheit des Rektorats die dramatische Situation anzusprechen. Es muss jedoch auch einiges an Kritik geübt werden.
Die Grünen & Alternativen StudentInnen weisen gemeinsam mit der ÖH bereits seit Jahren auf die finanzielle Aushungerung der Universitäten hin. Während die StudierendenvertreterInnen mittels politischen Druck für mehr Geld für Bildung kämpften, fand sich Rektorat und Lehrenden größtenteils damit ab dies hinzunehmen und die Mängel zu verwalten.
Erst durch die Proteste im Herbst 2010 gelang es einen gemeinsamen Schulterschluss zu finden und geeint gegen die Sparpolitik der rot-schwarzen Regierung aufzutreten. Entgegen vielversprechender Ankündigungen im Vorjahr scheinen die Lust und Bereitschaft des Rektorats, aktiv gegen die Unterfinanzierung der Unis anzukämpfen, erschöpft zu sein.
In der E-Mail des Rektorats wird mit keinem Wort zum Widerstand aufgerufen. Sondern es dreht sich wieder einmal alles um sogenannte "notwendige" Sparmaßnahmen, ohne dass konkrete Protestmöglichkeiten angesprochen werden. Es liegt an der Universität, gemeinsam mit der Studierenden und der ÖH aktiv gegen die Kürzungen der Uni-Budgets zu protestieren. So lange die Universitäten nicht mehr öffentlichen und politischen Druck aufbauen, wird die Bundesregierung ihren Sparkurs fortsetzen.
Ein Beispiel zeigt die Absurdität der Situation: Ein großer Teil des Unibudgets, wird für die Anmietung der Unigebäude aufgewendet. Diese Mittel gehen an die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die wiederum dem Finanzministerium gehört. Damit fließen die Mittel im Kreis! Die GRAS fordert das Rektorat auf, öffentlich und mit Nachdruck gegen diese abstruse Regelung zu protestieren!
Die komplette Mail des Rektorats:
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